Das Stockholm-Syndrom unserer Gesellschaft & der tyrannische König


Dieser Artikel als Video hier.

Es gibt ein altes Märchen, das mir mein Vater als Kind erzählte.

Man sagt, es war einmal ein tyrannischer König, der seine Untertanen und das Volk nach Lust und Laune tyrannisierte. Jeden Tag wachte er auf und hatte eine neue Idee zweck Unterdrückung. An einem fröhlichen Tag, nachdem er aus seinem tiefen Schlaf aufwachte, hatten ihm die bösen Geister während der nächtlichen Ruhe zu Rat gegeben, er solle ab sofort das Reiten des Esels für das Volk verbieten. Hierfür ließ der König sich von seinem Vazir beraten.

„Dieser Plan wird nie aufgehen“, sagte der Vazir. „Gib mir einige Tage, um mir etwas Besseres zur Umsetzung deiner Idee einfallen zu lassen.“

Nach vielen schlaflosen Nächten hatte sich der Vazir etwas Tolles überlegt.

„Wenn du dein Befehl umsetzen willst, dann benötigen wir erst eine ganze Reihe der Verbote“, sagte er dem König bei ihrem Treffen. „Am ersten Tag verbieten wir jegliche Volksversammlungen nach 17:00.“

„Aber warum?“, fragte der König. „Das hat doch mit dem Esel-Reiten nichts zu tun.“

„Vertraue mir einfach“, erwiderte der Vazir. „Am zweiten Tag werden Tanzen und Singen in der Öffentlichkeit verboten. Dann dürfen sie sich nur noch in Gruppen von drei Leuten treffen. Danach verbieten wir das Spielen auf den Straßen. Und nach einer Woche unterschiedlichen Einschränkungen in den alltäglichen Dingen sind wir soweit, ihnen zu sagen, dass sie keine Esel mehr reiten dürfen.“

Der König war skeptisch, doch vertraute er seinem Vazir, weil jener sich bereits in der Vergangenheit als sehr geschickt und listig erwiesen hatte.

Und so kam’s, dass innerhalb einer Woche, alltägliche Dinge grundlos verboten wurden. Daraufhin wurde das Volk immer wütender. Menschen gingen auf die Straßen und protestierten laut.

„Warum dürfen wir nicht tanzen?“, fragten einige.

„Wieso ist das Spielen auf der Straße verboten?“, wollten die anderen wissen.

Am Ende der Woche wurde das Reiten der Esel für das Volk verboten, was das eigentliche Ziel des Königs war. Doch zu dieser Zeit waren die Menschen bereits mit Protesten gegen andere Dingen beschäftig. Als die Stimmen immer lauter wurden und die Unzufriedenheit so zunahm, dass dem König der Untergang drohte, fing der Vazir an, dem Volk nach und nach seine Menschenrechte zurückzugeben, die ihnen ohne jegliche Begründung genommen wurden.

„Ab heute dürft ihr wieder tanzen!“, wurde vom Königshaus verkündigt. Und das Volk jubelte.

„Jetzt dürft ihr wieder auf den Straßen spielen.“ Alle klatschten.

„Ab heute dürft ihr euch wieder versammeln!“ Das Volk feierte groß und bedankte sich beim König für seine Großzügigkeit und Güte. Das einzige Verbot, das nicht aufgehoben wurde, war das Reiten der Esel für die Bürger. Aber das kümmerte niemanden mehr.

Das Stockholm Syndrom geht zurück auf einen Bankraub in Schweden im Jahr 1973. Während des Raubes wurden vier Menschen im Zeitraum von 23. bis 28. August von Jan-Erik Olsson geiselgenommen. Die Untersuchungen dieses Falls haben später gezeigt, dass die Geiseln in nur einer kurzen Zeit eine emotionale Verbindung zu den Geiselnehmern entwickelt hatten. Weitere Untersuchungen zeigten, dass dieser Effekt ebenso in anderen Fällen vorkommt, in denen Personen körperlich oder seelisch missbraucht werden und daraufhin eine emotionale Beziehung zu den Tätern entwickeln, die bis zu einem Gefühl der Liebe gehen kann. Sie fangen an, die Täter zu beschützen, sich ihre Taten schön zu reden oder gar Dankbarkeit für sie zu empfinden. Das ist eine unbewusste Strategie unserer Psyche, um bedrohende Situationen überleben zu können.

Hier in Spanien gab es Anfang des Jahres wieder einmal einen härteren Lock-down, währenddessen alle Geschäfte, bis auf die Lebensmittelläden für drei Wochen schließen mussten. Zu dieser Zeit durften wir bereits seit Monaten, unsere Gemeinden nicht verlassen. Das heißt, wir wurden wie Gefangene oder Geisel behandelt, die sich nur in einem Umkreis von bis zu 15 km innerhalb ihrer Gemeinde bewegen durften. Das heißt, 15 km in eine andere Gemeinde war auch nicht erlaubt. Gleichzeitig damit wurde Anfang Februar eine neue Änderung des Gesundheitsgesetzes in Galizien vom Parlament verabschiedet und in Kraft gesetzt. Diese Änderung, die unter den Kritikern als das Gesetz von Auschwitz bezeichnet wird, gibt dem Staat offiziell das Recht, unter anderem den so genannten „Krankheitsverdächtigen“ (zu denen jeder von uns gehört) neben der Freiheit, Menschenwürde und den Menschenrechten auch deren ganzen Hab und Gut zu berauben. Somit darf der Staat einer Person sein privates Vermögen, wie sein Haus, sein Auto, seine persönlichen Dinge, wie den PC und das Geld, und das geschäftliche Vermögen, wie Produkte im Laden, das Geschäft selbst und alles andere wegnehmen und die Person in ein „Isolationszentrum“ stecken. (Das besagt die neuste Abänderung des galizischen Gesundheitsgesetzes von 08/2008 des 10 Juli. Siehe Referenzen am Ende des Artikels.)


Ich habe bereits mit mehreren Menschen um mich herum über diese Änderung gesprochen, um zu sehen, was sie dazu meinen, und wurde von allen Seiten bis jetzt ausgelacht, mit den Worten: „So etwas würden sie niemals tun!“ Obwohl diese Änderung im Gesetz bereits auf der offiziellen Seite des galizischen Parlamentes in Galizisch veröffentlicht wurde, wird sie geleugnet und nicht wahrgenommen.

Ich wohne auf dem Jakobsweg in Galizien neben einer Pilgerherberge. Das Haus ist bereits seit September geschlossen. Kein Wunder! Seitdem gibt es auch keine Pilger mehr. Erst jetzt und während des dreiwöchigen Lock-Downs Anfang des Jahres war der Staat etwas großzügig und hat ein bisschen Geld unter seinen Geiseln verteilt.

Letzte Woche passierte ich den Gang der Pilgerherberge. Die Besitzerin stand im Gang und war dabei eine passende und schöne Ecke zu finden, um ein Zertifikat zu fotografieren, das sie in der Hand trug.

Ich fragte sie, was sie da tat, und wurde aufgeklärt.

„Das ist eine Urkunde, die der Staat uns Selbstständigen zukommen lassen hat, denen sie finanziell geholfen haben“, erklärte sie. „Wir müssen sie in unseren Geschäften an einer gut sichtbaren Stelle aufhängen, ein Foto davon machen und dem Staat zukommen lassen, damit sie sehen, dass wir die Urkunde auch gesetzmäßig in unseren Geschäften untergebracht haben.“

Die Urkunde, die den Unternehmern zugeschickt wurde, welche "staatliche Hilfe" bekamen.

Wenn ich von „staatlicher Hilfe“ spreche, dann spreche ich nicht von tausenden von Euros, mit denen sie um sich geschmissen haben! Für die drei Wochen Schließung haben sie jeweils 900 bis 1200 € ausgegeben.

Seitdem sehe ich dieses Zertifikat in allen Geschäften, die Hilfe bekommen haben: Im Gemüseladen, im Fischladen, in der Bäckerei, in der Bar. Sie sind alle markiert.

Ich, die ihre Wut nicht mehr verstecken konnte, protestierte: „Du wirst doch jetzt nicht ernsthaft diese Urkunde in deinem Haus aufhängen, nachdem du doch bereits seit September das Haus geschlossen hast, keine einzigen Gäste hattest und vor dem Untergang stehst! Ich kenne einen guten Ort, wo du das Zertifikat hinstellen und ein Foto davon dem Staat schicken kannst: Auf dem Klo direkt in der Kloschüssel.“

Ihre Antwort lautete: „Das ist sehr unfair von dir. Immerhin haben sie uns geholfen. Mein Haus ist eh seit September zu. Das heißt, die drei Wochen waren keine Änderung für mich und mein Geschäft, aber ich habe trotzdem das Geld bekommen und wir sollten uns erkenntliche zeigen, wenn sie uns helfen.“

„Welches Geld?“, fragte ich. „Das ist dein eigenes Geld, dass sie dir jahrelang in Form von etlichen Steuern aus der Tasche gezogen haben, welches sie euch jetzt in kleinen Portionen zurückzahlen. Wenn ein Dieb dir dein eigenes Geld, das er dir mit Gewalt weggenommen hat, in kleinen Raten zurückgeben würde, würdest du dich bei ihm bedanken?“

Daraufhin machte sie ein genervtes Gesicht, ärgerte sich über meine Aussage und meinte, ich sei dem Staat gegenüber unfair, weil ich das Gute in ihnen nicht mehr sehen kann.

An dieser Stelle sollte der Leser wissen, dass 2021 ein besonderes Jahr für den Jakobsweg sein sollte, hätte es keine Einschränkungen gegeben. Denn ab Januar sind die Tore der sogenannten Xacobeo geöffnet. Ein Ereignis, das alle vier Jahre vorkommt und weltweit unzählige Pilger nach Spanien führt. Das Pilgergeschäft hätte boomen sollen, die Herbergen wären überfüllt und voll gebucht gewesen, hätte es die ganzen Einschränkungen nicht gegeben. Mehr zu Xacobeo 2021 hier.

Camino de Santiago - Der Jakobsweg

Wenn Menschen davon reden, dass der Staat ihnen Geld gibt, dann frage ich mich, wie sie sich das ganze System vorstellen und was sie glauben, woher der Staat sein Geld hat? Wir bezahlen mit unseren Steuern sogar den Gehalt unserer Tyrannen!

Im August letztes Jahre hatte ich einmal ein Gespräch mit zwei Einheimischen. Sie fragten mich, warum ich mich weigere, eine Maske zu tragen, und ich sagte unter anderem, dass die Maske gar nichts bringt und kein Schutz ist.

„Das ergibt keinen Sinn“, protestierte einer der beiden. „Wenn die Maske nichts bringen würde, warum würden sie eine Maskenpflicht einführen.“

Meine Antwort: „Unter anderem deswegen, weil die Frau von Pedro Sánchez Masken herstellt und ein Riesenprofit aus dieser Geschichte macht.“

Gott haben sie mich laut ausgelacht.

„Wer hat dir solche Dinge erzählt?“, fragt der andere. „Die Frau von Pedro Sánchez hat nichts mit dem Maskengeschäft zu tun. Wir kaufen doch die Masken in der Apotheke!“

Dieses Mal musste ich lachen. „Du hast Recht!, sagte ich. „Aus dieser Sicht hatte ich es nicht betrachtet. Wenn die Frau von Pedro Sánchez Masken herstellen würde, würde sie sie wie ein Krämer auf seinem Bauchladen stellen, durch die Straßen Spaniens spazieren und sie verkaufen. Das Gemüse wächst ja auch im Gemüseladen, wie das Fleisch auf den Bäumen im Hinterhof der Metzgereien wächst. In anderen Worten: Wenn wir die Masken in den Apotheken kaufen, dann müssen sie auch in den Apotheken hergestellt werden.“ Wie naiv ich doch war, als ich dachte, die Frau von Pedro Sánchez könnte etwas mit der Sache zu tun haben, und die eine Hand könnte womöglich die andere waschen: Der tyrannische Ehemann kommt mit Gesetzen, die Ehefrau macht Profit draus. Das würden sie niemals tun.

Jetzt wo die Gesundheit doch so wichtig ist, wie noch nie zuvor in der Weltgeschichte und immer mehr gesunde und symptomfreie Menschen sich testen lassen müssen, um zu gucken, ob sie auch wirklich gesund sind, und die Testerei so oft wiederholt werden muss, bis sie falsch positiv sind und nachweisen können, dass sie krank sind, bin ich für eine wöchentliche, globale IQ-Test-Pflicht, damit wir aufzeichnen können, wie unsere Gesellschaft mit jedem Tag ein Stück mehr verdummt. Die Aufzeichnung wäre wichtig für die Geschichte, damit unsere Kinder später den Prozess der Verdummung nachvollziehen können.

Fazit: Im März 2020 hat es eine globale Geiselnahme gegeben. Die Täter sind bis jetzt noch nicht alle bekannt, doch einige Gesichter sind bereits veröffentlicht geworden. Es handelt sich dabei um eine relativ kleine Gruppe, Schwerverbrecher und psychisch gestörten, gemeingefährlichen Psychopathen, die aus der geschlossenen Abteilung eines bis jetzt unbekannten Irrenhauses geflohen sind, weil die Tür über Nacht offengeblieben war. 7.8 Milliarden Menschen wurden als Geisel genommen. Bei 7 Milliarden von ihnen entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit das Stockholm Syndrom. Das ist für sie die einzige Möglichkeit, dieses Drama zu überleben. Aber es gibt auch eine kleine Minderheit, die fleißig versucht, sich und die anderen zu befreien. Und wenn sie jetzt nicht aufgeben und die Hoffnung und den Zusammenhang nicht verlieren, werden sie womöglich auch Erfolg haben. Denn, Statistiken haben gezeigt, dass die Änderungen und Revolutionen immer von einer sehr kleinen Minderheit geführt wurden.


Referenzen:

Das Gesetz von Auschwitz, Galizien: https://noticias.juridicas.com/base_datos/CCAA/690108-l-8-2021-de-25-feb-ca-galicia-modificacion-de-la-ley-8-2008-de-10-jul.html


Stockholm Syndrom: https://www.medicalnewstoday.com/articles/stockholm-syndrome