Diskriminierung unter Religionen?



Letzte Woche habe ich einen Beitrag über die missbräuchliche Anwendung einiger Begriffe so wie; „Verschwörungstheoretiker“, „Holocaust-Verharmloser“, „Rechtsradikale“ und Ähnliches gemacht, die seit kurzem oft und vor allem zusammenhanglos zu ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet werden.

In dem heutigen Beitrag will ich einen dieser Begriffe genauer unter die Lupe nehmen: „Antisemitismus“ oder „Antisemit“.

Als Antisemitismus werden heute alle Formen von Judenhass, pauschaler Judenfeindschaft, Judenfeindlichkeit oder Judenverfolgung bezeichnet. Der Ausdruck wurde 1879 von deutschsprachigen, feindlich gegenüber Juden eingestellten Personen im Umfeld des Journalisten Wilhelm Marr geprägt und entwickelte sich seit dem Holocaust zum Oberbegriff für alle Einstellungen und Verhaltensweisen, die Einzelpersonen oder Gruppen aufgrund ihrer angenommenen oder realen Zugehörigkeit zu „den Juden“ negative Eigenschaften unterstellen. Damit werden Ausgrenzung, Abwertung, Diskriminierung, Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung bis hin zur Vernichtung jüdischer Minderheiten (Völkermord) gefördert, vorbereitet und/oder gerechtfertigt. Anhänger des Antisemitismus werden als Antisemiten bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)

So beschäftigte mich in den letzten Tagen die Frage, wie wohl die Gegner des Islams oder des Christentums bezeichnet werden, und ich machte mich auf der Suche nach einer Antwort.

Nach langer Nachforschung wurde mir klar, dass es gar keine Schubladen für die Gegner der besagten Religionen gibt. So wird ein Gegner des Islams „Islamkritiker“ genannt, so wie der Gegner des Christentums als „Christentumkritiker“ bezeichnet wird.

So nahm ich den Begriff „Kritik“ und dessen Bedeutung unter die Lupe. Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben. Wie die Philosophin Anne-Barb Hertkorn ausgeführt hat, ist Kritik damit „eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das eigene Denken angewandt wird, ein Wesensmerkmal der auf Gültigkeit Anspruch erhebenden Urteilsbildung.“ Sie gilt im Sinne einer Kunst der Beurteilung als eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten. (Quelle: Wikipedia)

Dies bedeutet, dass der Begriff „Kritiker“ (eine Person, die Kritik ausübt) positiv geladen ist. Ein Kritiker denkt selbstständig, stellt Fragen und erforscht Dinge, während der Begriff „Antisemit“ negativ beladen ist. Er kommt direkt mit Hass und Feindlichkeit in Verbindung.

In anderen Worten werden Kritiker des Islams und des Christentums positiv dargestellt, während man Judentum nicht mehr kritisieren darf, ohne es in den Kauf zu nehmen, als Antisemit bezeichnet zu werden. Aber warum ist es so? Ist das gleichberechtigt? Und welche Folgen haben diese Missinterpretationen und erfundenen Definitionen für das kollektive Wertesystem? Darf ich überhaupt Juden kritisieren oder mir gar eine kritische Meinung über das Judentum bilden?

Das Gleiche gilt für „Schwarz und Weiß“ bezogen auf die Hautfarbe der Menschen. Niemand wurde sich angegriffen fühlen, wenn ich von „Weiße Menschen“ spreche, doch sobald ich „Schwarze“ sage, werde ich in die rechte Ecke gestellt. Warum ist es so und wer profitiert davon?

Ein Mensch, der zu einem Menschen geworden ist, in dem Sinne, dass er zur Erkenntnis gelangt, sich selbst als Mensch bewusst geworden ist, sich von Blut und Erde gelöst und zur wahren (göttlichen) Freiheit gefunden hat, hat das Einssein mit der Welt hautnah erlebt. Er weiß, dass es in Wirklichkeit keine Schubladen gibt, in welche er seine Mitmenschen aussortieren könnte, damit er nicht mehr freidenken muss. Für ihn sind Begriffe wie „Jude“, „Christ“, „Moslem“, „Schwarz“, „Weiß“ nichts mehr und nichts weniger, als ein sprachliches „Werkzeug“, um sich mit seinen Mitmenschen verständigen und sich auf dieser Weise über verschiedenen Themen mit anderen austauschen zu können. Ebenfalls ist er sich bewusst, dass alle bestehenden Schubladen wie „Religionen“, „Rassen“, „Geschlechter“, „Alter“, „Farben“ und Ähnliche eine Erfindung des menschlichen Egos sind, die ausschließlich zur Spaltung der Menschheitsfamilie führen sollen. Wer davon profitiert, ist aus meiner Sicht klar: machtsüchtige Menschen, die gerne Gott auf der Erde spielen wollen. Denn so lange der Mensch sich mit den Schubladen beschäftigt, in denen er sich selbst und seine Mitmenschen steckt, kämpft er den „falschen“ Kampf gegen seine Brüder. Alle Kriege der Welt haben ihren Ursprung in einer der bestehenden Schubladen: Weiße gegen Schwarze, Christen gegen Juden, Juden gegen Moslems, Moslems gegen Christen, Iraker gegen Iraner, Franzosen gegen Deutsche, Katalanen gegen Spanier, Araber gegen Perser, usw.

Ich interessiere mich schon seit immer für den Ursprung der Dinge, da ich der festen Überzeugung bin, dass man Probleme an deren Wurzel behandeln sollte, wenn man sie endgültig beheben will. So beschäftigte mich lebenslang die Frage, woher stammen die ganzen Schubladen und Vorurteile? Und jetzt habe ich das Gefühl, einen Ansatz zu einer möglichen Antwort gefunden zu haben: In den „Normen“ und „Werten“, die von derjenigen definiert werden und schon immer definiert worden sind, die von einer Spaltung zwischen den Menschen profitieren.

So gab es am 20. März 2021 einen Vorfall im Parlament in Berlin, der mir sehr geholfen hat, die Entstehung der Schubladen nachvollziehen zu können. Grünen-Landeschef Werner Graf hatte die Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl, Bettina Jarasch, in einer Vorstellungsrunde gefragt, was sie als Kind gern geworden wäre. Jarasch antwortete daraufhin: „Indianerhäuptling“. (Quelle: Reitschuster.de)

Dieser Kindheitstraum einer Abgeordneten sorgte für eine große Unruhe im Parlament. Dass sie sich als Kind gewünscht hatte, als Erwachsene „Indianerhäuptling“ zu werden, wurde sofort als Diskriminierung und herabwürdigend geframet. Auf dem YouTube Video der Konferenzübertragung wurde die Stelle zensiert, an der sie den Begriff „Indianerhäuptling“ verwendet. Wer kommt überhaupt auf so eine Idee, einen harmlosen Kindheitstraum in solch eine Schublade zu stecken?

Kurzum, ein Riesentheater um einen Kindheitstraum. Nicht nur, dass ihre Aussage in YouTube zensiert wurde, sie hat sich öffentlich für ihren Kindheitstraum entschuldigen müssen! Jetzt stellt sich die Frage, ob Kinder „Rassismus“ verstehen? Was soll uns diese Handlung belehren? Werden demnächst die Kinder in ihren Träumen zensiert? Und was dürfen Kinder noch träumen, außer eine Zukunft voller maskierten, geimpften, gestörten Menschen, die in der Angst leben, eine dunkle Zukunft, in der alle menschlichen Werte zerstört und Menschenrechte Privilegien für gehorsamen Menschen sind, anstatt eine Selbstverständlichkeit? Und warum wird man zensiert, weil man „Indianerhäuptling“ gesagt hat? Darf man sich auch nicht mehr als Indianerhäuptling verkleiden, sollte je wieder ein Karneval stattfinden? Darf das Kind sich noch wünschen, Bauchtänzerin oder Kamelreiter zu werden? Und vor allem, wer bestimmt hier, was jemand sagen oder träumen darf?

Zurück zum Thema „Wertesysteme“ und deren Implantation in unser Unterbewusstsein.

Ein extremes Kontrast zu der „Indianerhäuptling-Affäre“ ist aus meiner Sicht eine Rede der AFDlerin, deren Namen ich in meinem Blog weder erwähnen noch mir merken will.

Am 16. Mai 2016 hielt die besagte AFD-Abgeordnete eine Rede in demselben Parlament, das neulich den Begriff „Indianerhäuptling“ für äußerst diskriminierend erklärt hat, während der sie wortwörtlich von „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichts“ spricht, ohne gestoppt oder gar von irgendjemandem zensiert zu werden, während ich jedes Wort dreimal im Mund drehen muss, bevor ich es ausspreche und meine Videos der Aufklärung trotzdem von YouTube gelöscht werden. Die AFD-Abgeordnete wurde nie zur Rechenschaft gezogen, noch musste sie sich öffentlich bei irgendjemandem entschuldigen. Sie gilt nicht als rechtsradikal oder „Antisemit“ sondern als eine Islamkritikerin, die ihr Recht auf Rede- und Meinungsfreiheit in Anspruch nimmt. So werden Dinge definieret und geframet von denjenigen, die in einer Position sitzen, die ihnen ermöglicht, Dinge so zu definieren, wie es ihnen gefällt und passt.

So wird den Erwachsenen im Namen der Freiheit und Demokratie erlaubt, ihren Menschenhass auf die Welt zu setzen, während den Kindern durch die Hintertüre verboten wird, ihre reine Kindheitsträume auszusprechen oder gar zu träumen.

Oder nehmen wir den Fall „Volksabstimmung für ein Kopftuchverbot“ in der Schweiz. Niemand würde je auf die Idee kommen, das Volks für ein „Kippaverbot“ in der Öffentlichkeit abstimmen zu lassen, weil niemand auf so eine Idee kommen dürfte, ohne gleich als Antisemit bezeichnet zu werden. Doch eine Abstimmung für ein landesweites Kopftuchverbot geschieht unter einer demokratischen Flagge und im Namen der „Freiheit“. Das sind keine „Antisemiten“, die mit solch einer Abstimmung den Mosleminnen ihre Religionsfreiheit rauben, sondern Islamkritiker, die für „Gleichberechtigung“ und „die Freiheit“ kämpfen.

Wenn ich in einem eher christlichen Land eine Volksabstimmung gegen die Religionsfreiheit einer Minderheit organisiere, dann kann ich mir an sich auch die ganze Arbeit ersparen, denn das Ergebnis steht bereits vor der Abstimmung fest. Es liegt nah, dass die Mehrheit dagegen abstimmen wird, weil die Mehrheit bereits seit Jahren und durch geschickte Manipulation anhand der Bilder des Grauens, die ihnen im Zusammenhang mit Islam gezeigt wurde, bereits Gehirn gewaschen ist, und sich ein völlig negatives Bild von einer Religion und deren Zugehörigen gebildet hat, das mit der Realität kaum etwas zu tun hat. Genauso kann ich mir auch eine Volksabstimmung für „Kippaverbot“ in einem islamischen Land, so wie ein „Kreuzverbot“ in einem jüdischen Land ersparen, denn auch in diesen Fällen ist das Ergebnis bereits eindeutig, bevor es zu einer Abstimmung kommt: Die Mehrheit wird für ein Verbot abstimmen. Nun, was sollen uns Abstimmung solcher Sorte und Diskussionen über Kopftuchverbot demonstrieren und bringen, außer noch mehr Verbote, Spaltung und Respektlosigkeit gegenüber einer Minderheit? Freiheit ist nur dann wahre Freiheit, wenn sie bedingungslos für alle Menschen gilt.

Die Zerstörung der menschlichen Werten ist nichts Neues, sondern ein laufender Prozess, dessen Wurzeln tief in der Geschichte liegen. Doch scheint es mir, als würden wir gerade ein Endspurt jener Zerstörung erleben, sodass wir uns für eine Zukunft vorbereiten, in der die menschlichen Werten gar keinen Platz mehr haben. Denn darüber, was ein Mensch zu sein hat, und was aus einem Menschen, einen Menschen macht, spricht kaum noch jemand. Im Gegenteil: Alles, was uns tagtäglich injiziert wird, ist genau das, was ein wahrer Mensch nicht zu sein hat.

„Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild nach unserer Gestalt. [...] Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn.“ (Gen 1,26f.)

Gott gab dem Menschen den freien Willen und die Fähigkeit, sich selbst bewusst zu werden, die Berufung, zur Freiheit zu finden und den Gott in sich zu finden, und damit hat Er den Menschen sich selbst überlassen. Er erlaubte ihm, ungehorsam zu sein, denn nur durch Ungehorsam kann der Mensch sich befreien und zur wahren Freiheit und Unabhängigkeit finden, die zu Gottesqualitäten gehören.

Und was ist das Resultat aus dieser Ideologie geworden? Dass eine kleine Gruppe jene Worte völlig missverstanden und zu seinen eigenen Gunsten missinterpretiert hat, und zu einem „Bill Gates“ wurde, der Gott auf der Erde spielen will, indem er sich erlaubt, Dinge, wie das Bevölkerungswachstum der Menschheit zu kontrollieren, während die große Mehrheit durch die Manipulation der Werte- und Glaubenssysteme zu gehorsamen Sklaven wurde, die von den Möchtegerngöttern unterdrückt, geführt, ferngesteuert und versklavt wird.

Dabei sind doch der freie Wille und die Ungehorsamkeit die Eigenschaften, welche den Menschen von seinen „tierischen“ Vorfahren trennen und ihn erst zu einem Menschen machen.

Vielleicht ist es auch kein „Zufall“, dass die Tierversuche für den Impfstoff dieses Mal ausgefallen sind, und er direkt an „Menschen“ probiert wird. Vielleicht soll uns damit ein Zeichen gesetzt werde, dass der Mensch bereits den Abgrund erreicht hat, und sich im Laufe seiner Evolution so zurück entwickelt und von seinen Gottesqualitäten getrennt hat, dass er zu seinem tierischen Ursprung zurückgekehrt ist. Wenn sie schon den Menschen so sehr von seinem Menschsein getrennt haben, dass sie ihm alles, was einem Menschen ausmacht, weggenommen haben, dann macht das auch vielleicht keinen großen Unterschied mehr, wer in dem letzten Akt des Dramas das „Versuchskaninchen“ spielt.

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